Unser Menschenbild stellt die ganzheitliche Betrachtung des Menschen in den Mittelpunkt. Das Kind ist eine Einheit von Körper, Geist und Seele, in der kein Teil des Kindes sich unabhängig vom anderen entwickeln kann. Diesem Bild entsprechend richten wir unser Leben und Handeln in der Kindergruppe aus.
Dies zeigt sich im Folgenden:
Wir verstehen die Kindheit bis zur Schule als Phase, in der Geborgenheit und überschaubare soziale Strukturen eine wichtige Basis sind, auf der die Persönlichkeitsentwicklung stattfinden kann. Tragfähige Beziehungen fördern die Entwicklung individueller Fähigkeiten.
In der heutigen Zeit durchleben Kinder häufig Unsicherheiten, sei es z.B. durch Umzug oder Trennung der Eltern. Wir ermöglichen durch unser Konzept, die Lebensphase vom Kleinkindalter bis zur Schule ohne einen Gruppenwechsel zu durchlaufen. Diese Stabilität und Verlässlichkeit durch konstante Bezugspersonen stärken die Kinder in ihrem inneren Gleichgewicht. Sie können Vertrauen aufbauen und erfahren eine große Sicherheit in Beziehungen.
In dieser Kontinuität haben die Kinder Raum und Zeit ihre Entwicklungsschritte zu gehen. Sie dürfen sich selbst wahrnehmen als klein und dann als groß, als hilfsbedürftig und helfend, als lernend und lehrend, als fordernd und gebend; immer in Auseinandersetzung mit den eigenen Bedürfnissen und den Bedürfnissen der anderen. Konfliktlösung unter Kindern verschiedener Altersstufen schafft soziale Kompetenz und übt Solidarität.
Zusätzlich kommt es zu unterschiedlichen Partner- und Gruppenbildungen aufgrund der Altersheterogenität. Die Kinder lernen voneinander und geben sich gegenseitig Impulse.
Viele Kinder aus Ein-Kind-Familien haben die Gelegenheit, den Alltag mit den großen und kleinen Kindern zu teilen, sodass vielfältige soziale Strukturen erlernbar werden. Geschwisterkinder können zusammen betreut werden, was berufstätigen Eltern eine große Hilfe sein kann.
Durch unsere überschaubare Gruppengröße gelingt es, die familiäre Lebenssituation jedes einzelnen Kindes wahrzunehmen und im Alltag zu berücksichtigen. Wir unterstützen die Kinder in der Auseinandersetzung mit ihren Lebenszusammenhängen.
Für die Kinder ist die "Sternschnuppe" eine große Familie, da sich die Eltern aufgrund der Vereinsstruktur sehr intensiv in den Gruppenalltag mit einbringen. So ist die Betreuungseinrichtung ein Teil des Familienalltags. Die Eltern tragen die Projekte und Inhalte der pädagogischen Vorgehensweise mit, es entsteht ein großer Zusammenhalt. Die persönliche Verbundenheit zwischen Eltern, Kindern und Erzieherinnen ist erkennbar und spürbar. Die Eltern und Erzieherinnen unterstützen sich gegenseitig sehr intensiv im Leben mit dem Kind. Es besteht ein reger Informationsaustausch.
Die kleine Gruppe macht es möglich, gezielt auf Interessen, Neigungen und Bedürfnisse der einzelnen Kinder einzugehen. Diese übersichtliche Struktur bietet den Kindern die Möglichkeit, im Konfliktfall mit den Erzieherinnen nach Lösungen zu suchen, anstatt sich zu entziehen.
Wir erhalten immer wieder positive Rückmeldungen von den Grundschulen über die soziale Kompetenz der Sternschnuppenkinder.

- Kinder wachsen in Geborgenheit und Ruhe auf.
Bei aller Differenz zwischen den Kindern wird jedes einzelne Kind bedingungslos als gleichwertig akzeptiert und wertgeschätzt, sodass kein Kind ausgegrenzt wird.
Aus den hier aufgeführten Gründen bietet die "Sternschnuppe" beste Voraussetzungen auch zur Integration von Kindern mit Einschränkungen.